Bürgerwind im Kreis Steinfurt

Bürgerwind im Kreis Steinfurt

Kreis Steinfurt – Vorreiter im Bereich Klimaschutz und bundesweit eine echte Marke

Ein Vorreiter, das ist er wirklich, der Kreis Steinfurt. Er ist in Sachen Nachhaltigkeit unumstritten einer der aktivsten Kreise in ganz Deutschland. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen hat er mit seinen umfassenden Aktivitäten und Projekten bereits eingeholt. Das Ziel: Gemeinsam mit Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern die Energiewende regional und vor Ort gestalten, die ländliche Entwicklung fördern und den Klimaschutz vorantreiben.

Der Aufbau interdisziplinärer Netzwerke, die Einbindung der 24 kreisangehörigen Kommunen, die Aktivierung der Wirtschaft und eine intensive Bürgerbeteiligung bereiten dem Erfolg dieser regionalen Energiewende den Boden. Der Kreis Steinfurt versteht sich als „energieland2050“, dessen Ziele kommunalpolitisch auf breiter Ebene mitgetragen werden: 2010 einigte sich der Kreistag per einstimmen Beschluss auf das Ziel, bis 2050 energieautark zu sein.

2012 erhielt der Kreis als eine von bundesweit 19 Kommunen den Zuschlag für das Förderprogramm „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums. Damit ist der Kreis aufgerufen modellhaft zu zeigen wie mit kommunalen Strategien bis 2050 die Treibhausgas-Emission um 95 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden können und wie sich der Energie-Bedarf gleichzeitig um 50 Prozent senken lässt.

„Masterplan Wind“ – wichtiger Pfeiler bei der Umsetzung der Klimaschutzziele

Das hochgesteckte Ziel der bilanziellen Energieautarkie ist nicht ohne den Ausbau der Windenergie zu erreichen. Aus diesem Grund wurde der „Masterplan Wind“ mit den Bausteinen Windpotenzialerhebung, Entwicklung von Leitlinien für Bürgerwind sowie die Einrichtung einer Windservicestelle umgesetzt.

Der Kreis ermittelte bereits 2011 die Ausbaupotenziale für die Windenergienutzung in 23 seiner 24 Kreiskommunen im Rahmen einer Studie. Das Ergebnis: 1,5 Prozent der Kreisfläche wurden identifiziert.

Welche Flächen eignen sich?
Basis für die Studie waren Schutzgüter (Häuser, Straßen, Naturschutzgebiete etc.) und darum gelegte Abstände. Die Ergebnisse, ergänzt um eine artenschutzfachliche Einschätzung durch die Untere Landschaftsbehörde und die Biologische Station des Kreises Steinfurt, wurden dann als „Wind-Atlas“ (auch Ampelkarte genannt) den Kommunen als Planungshilfe zur Verfügung gestellt.
Den aktuellen Stand des Windenergieausbaus im Kreis Steinfurt finden Sie auf der Internetseite des Kreises im Geodatenatlas, Fenster „Windatlas“.

Bürgerwindpark Leitlinien – Akzeptanz in der Bevölkerung ist das A und O

Der Mensch hat die Naturlandschaft zu einer Kulturlandschaft entwickelt, die einem ständigen Wandel unterliegt. Denn Kultur ist kein statisches Gut, sondern immer Ausdruck einer Zeitepoche. Und so verändern auch Windenergieanlagen, genauso wie Straßen, Strommasten, Kraftwerke und Gebäude unser Landschaftsbild und damit das Lebensumfeld der Menschen. Es ist wichtig, Akzeptanz in der Bevölkerung zu schaffen und die Sorgen der Bürgerschaft ernst zu nehmen.

2011 erarbeitete und verabschiedete der Kreis Steinfurt daher, gemeinsam mit den Bürgermeistern, Vertretern der Landwirtschaft und Stadtwerke, die „Leitlinien für Bürgerwindparks“ als weiches Steuerungsinstrument. Ihnen ist der große und einzigartige Erfolg des friedlichen Ausbaus der Windenergie im Kreis Steinfurt zu verdanken. Wir haben es geschafft: Die Akzeptanz für Windenergie in der Region ist hoch!

Was sagen die Leitlinien aus und was ist das Besondere daran? Erfahren sie hier mehr zu den Bürgerwind Leitlinien.
Es lohnt sich.